Ricarda Drüeke bei der re:publica
Am 19. Mai spricht Ricarda Drüeke auf der re:publica Berlin über feministische Gegenöffentlichkeiten und die Frage, wie alte Frauen* das Internet zur demokratischen Intervention nutzen.
Gemeinsam mit Tanja Maier (Universität Rostock) präsentiert Ricarda Drüeke von der KoWi Salzburg auf der diesjährigen re:publica in Berlin aktuelle Forschungsergebnisse zur Bewegung Omas gegen Rechts (OgR).
Im Mittelpunkt des Kurzvortrags steht der visuelle Aktivismus der OgR in digitalen Öffentlichkeiten: Wie positioniert sich die 2017 in Österreich gegründete feministische Bewegung auf Instagram, und was macht diese Selbstdarstellung als „alte Aktivistinnen“ politisch wirksam – aber auch angreifbar?
Auf Basis einer dreijährigen qualitativen Analyse der OgR-Instagram-Accounts in Österreich und Deutschland zeigen Drüeke und Maier, wie die Bewegung Alter gezielt als politische Ressource einsetzt: als Quelle moralischer Autorität und als Mittel der Mobilisierung gegen Faschismus und Antifeminismus. Dabei geraten die Aktivistinnen jedoch auch ins Visier sexistischer und ageistischer Delegitimierung – ein Spannungsfeld, das der Talk kritisch beleuchtet.
Der Vortrag findet am 19. Mai 2026 von 11:45 bis 12:15 Uhr in der Lightning Box 1 statt.


