Doppelte Auszeichnung auf der ICA 2026
Ein Beitrag von Corinna Peil und Ricarda Drüeke zu Digitalisierung, Familienbetrieben und kommunikativer Sorgearbeit wurde in Kapstadt prämiert.
Der Beitrag „Mediated Care Assemblages: Maintaining Kinship and Work under Digitalization on Family Farms“ von Assoz. Prof. Dr. Ricarda Drüeke und AP Prof. Dr. Corinna Peil wurde auf der Jahreskonferenz der International Communication Association (ICA) 2026 in Kapstadt mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem Top Four Paper Award sowie dem John Garrison Memorial Award for Applied Research der Interpersonal Communication Division.
Das Paper basiert auf qualitativen Fallstudien in familiengeführten landwirtschaftlichen Betrieben und untersucht, wie digitale Technologien den Arbeitsalltag, generationenübergreifende Beziehungen und die (Um-)Verteilung von Zuständigkeiten auf Höfen verändern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Familien mit den Anforderungen digitaler Verwaltungs-, Kommunikations- und Informationssysteme umgehen und welche Formen der Unterstützung und Wissensweitergabe dabei entstehen. Auf Grundlage des Konzepts der „Mediated Care Assemblages“ argumentieren die Autorinnen, dass Digitalisierung nicht nur technische Innovationen mit sich bringt, sondern vor allem neue Formen kommunikativer Sorge- und Instandhaltungsarbeit erfordert („maintenance“).
Die Auszeichnung im Rahmen der ICA 2026 fügt sich gut in das Konferenzthema „Communication and Inequalities in Context“ ein, da der Beitrag ungleich verteilte kommunikative Arbeit und neue Verantwortlichkeiten im Kontext digitaler Transformation sichtbar macht.





