Neue Publikationen der Journalistik
Thomas Birkner ist Professor am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und leitet die Abteilung Journalistik. Im Sommer 2026 sind von ihm mehrere Publikationen erschienen.
100 Jahre Nachrichten: zwei Journal-Beiträge aus dem DFG-Projekt „Das Jahrhundert des Journalismus“
Im Mittelpunkt stehen zwei internationale Veröffentlichungen aus einem abgeschlossenen Forschungsprojekt, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert hat. Gemeinsam mit Annika Keute hat Birkner darin 100 Jahre Nachrichtenberichterstattung untersucht – von 1924 bis 2024.
Die Hauptstudie ist Open Access in der Fachzeitschrift Journalism Studies erschienen: „Is Digitization Turning the Inverted Pyramid Upside Down?“. Darin fragen Birkner und Keute, ob das journalistische Grundprinzip der umgekehrten Pyramide noch trägt. Danach stehen die wichtigsten Fakten ganz am Anfang einer Nachricht. Das Team prüfte per automatisierter Inhaltsanalyse, ob deutsche Nachrichtentexte diese W-Fragen im Artikeleinstieg beantworten. Ergänzend kamen Interviews mit Journalist:innen aus drei Generationen hinzu.
Wie sich ein Jahrhundert Journalismus überhaupt automatisiert auswerten lässt, reflektiert der Methodenbeitrag „Collecting and Coding the News of a Century“ in der Zeitschrift Historical Social Research (Bd. 51, Heft 2, 2026). Keute und Birkner beschreiben darin die technischen und inhaltlichen Hürden – etwa lückenhaft digitalisierte Archive und begrenzte Maschinenlesbarkeit.


Buch und Handbuchbeiträge
Birkners Buch „Medialisierung und Mediatisierung“ liegt inzwischen in vierter, aktualisierter Auflage bei Nomos vor.
Eine kompakte Fassung davon bietet sein Kapitel „Medialisierung“ im Handbuch Medienwirkungsforschung (Springer VS), herausgegeben von Wolfgang Schweiger, Andreas Fahr und Dominique Wirz.
Im selben Handbuch ist zudem der Beitrag „Historische Perspektiven“ gemeinsam mit Christian Schwarzenegger erschienen.
Kanzler, Transferjournalismus und Einfache Sprache
Den „(hidden) networks“ zwischen den österreichischen Kanzlern und den Medien geht Birkner zusammen mit Christian Wasner und Alessandra Colaceci in dem Beitrag „The digital traces of Verhaberung“ in der Zeitschirft medien&zeit nach.
Auf der Plattform World Cup Analysis widmet sich Birkner unter dem Titel „Here we go! Transfer journalism and the 2026 World Cup“ der Berichterstattung über Spielertransfers rund um die Fußball-WM 2026.
Gemeinsam mit der Masterstudentin Irina Grießer hat er außerdem einen Beitrag zu Einfacher Sprache im Journalismus verfasst. Er ist in der Open-Access-Zeitschrift kommunikation.medien erschienen, die der Fachbereich für Early Career Researchers herausgibt.



